Glossar
Blowout
Tinte, die sich unter der Haut zu einem verschwommenen Schatten ausbreitet, wenn zu tief gestochen.
Ein Tattoo-Blowout ist das Ausbreiten von Tinte unter der Haut zu einem verschwommenen Schatten oder Schleier um die beabsichtigten Linien, verursacht, wenn Pigment zu tief oder im falschen Winkel abgelegt wird. Statt in der Dermis zu bleiben, wo sie hingehört, verteilt sich die Tinte in die lockerere Fettschicht darunter und wandert nach außen, was neben klaren Bereichen ein verschmiertes, blutergussartiges Erscheinungsbild hinterlässt. Blowouts zeigen sich meist als blassblaugraue Trübung neben feinen Linien und sind in Bereichen mit dünner Haut wie Handgelenken, Fingern, Knöcheln und der Ellenbeuge häufiger. Sie sind meist ein Resultat von Technik und Druck statt von Nachsorge und können kurz nach der Sitzung oder beim Abklingen der anfänglichen Schwellung sichtbar werden. Etwas scheinbares Ausbreiten kann sich gelegentlich beim Abschluss der Heilung legen, doch echte Blowouts kehren sich nicht vollständig von selbst um. Optionen zur Behandlung eines auffälligen Blowouts sind das Überarbeiten oder Überdecken des Bereichs nach dem Heilen oder eine Laserbehandlung, um die fehlplatzierte Tinte aufzubrechen, beide sollten von einer erfahrenen Tattoo-Fachkraft oder einer qualifizierten Klinik beurteilt werden. Bei Verdacht auf einen Blowout ist es vernünftig, das Tattoo vollständig heilen zu lassen, bevor das Ergebnis beurteilt wird, und professionellen Rat einzuholen.