Glossar

Henna

Ein Pflanzenfarbstoff, der die Haut rötlich-braun färbt; sicheres natürliches Henna ist nie schwarz.

Henna ist ein natürlicher Farbstoff aus den zerstoßenen Blättern der Pflanze Lawsonia inermis, der genutzt wird, um die Haut in temporären Körperkunst-Designs rötlich-braun bis tiefmarron zu färben. Die Blätter enthalten ein Pigmentmolekül, Lawson, das an Keratin in der Hautoberfläche bindet und eine Färbung erzeugt, die sich meist über einen Tag entwickelt und ein bis drei Wochen hält, bevor sie verblasst, während Hautzellen sich abstoßen. Henna-Paste wird in feingliedrigen Mustern aufgetragen, trocknen gelassen und entfernt, sobald der Farbstoff sich gesetzt hat; der finale Ton hängt von der Hautchemie, der Körperstelle und davon ab, wie lange die Paste in Kontakt bleibt. Traditionelle Henna-Körperkunst hat tiefe kulturelle Wurzeln in Südasien, im Nahen Osten und in Nordafrika, besonders für Hochzeiten und Feste. Wichtig: Echtes Henna ist nie tiefschwarz. Als schwarzes Henna verkaufte Produkte enthalten meist zugesetztes Paraphenylendiamin, einen chemischen Farbstoff, der schwere Hautreaktionen, chemische Verbrennungen, Blasenbildung, Narben und dauerhafte Sensibilisierung verursachen kann. Daher gilt nur natürliches rötlich-braunes Henna als hautsicher, und dunkle Designs erzielt man besser mit Jagua, einer fruchtbasierten Färbung. Als Oberflächenfärbung statt injizierter Tinte ist Henna nicht-dauerhaft und eine unverbindliche Möglichkeit, die Designplatzierung vorab zu sehen.

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