Glossar
New School
Cartoonhafte, überzeichnete Tattoos mit wilder Farbe, kräftigen Konturen und verspieltem Comic-Gefühl
Cartoonhafte, überzeichnete Bilder, lebhaft gesättigte Farbe und ein verspieltes, energiegeladenes Gefühl, das an Comics, Graffiti und Animation erinnert, kennzeichnen New School. Er trat prominent in den späten 1980er- und 1990er-Jahren hervor, als Künstler die traditionelle Tätowierung in verspieltere und surrealere Gefilde drängten. Visuelle Kennzeichen sind kräftige Konturen, verzerrte Proportionen, dynamische Perspektive, karikaturhafte Sujets und eine helle, oft schrille Palette. Häufige Motive reichen von Cartoonfiguren und Tieren bis zu fantastischen, humorvollen oder popkulturell inspirierten Szenen, oft mit blasigen Formen und dramatischer Schattierung wiedergegeben, die eine dreidimensionale, fast platzende Qualität verleihen. New School behält die schweren Konturen und die Farbsättigung von American Traditional, verwirft aber dessen Zurückhaltung und setzt stattdessen auf Übertreibung und Spaß. Der Stil steht neben illustrativer und traditioneller Tätowierung und tendiert zugleich zu Graffiti- und Cartoonkunst. Weil er auf kräftige Linien und starke Farbe setzt, bleibt New School meist lesbar und altert recht ordentlich, ähnlich wie andere stark konturierte Stile. Für Einsteiger hilft es zu verstehen, dass New School sehr ausdrucksstark und persönlichkeitsgetrieben ist und sich für Menschen eignet, die lebhafte, animierte und unbeschwerte Bilder statt subtiler oder klassischer Arbeit wollen. Die Wahl eines auf den Stil spezialisierten Künstlers hilft, seine charakteristische Energie, Übertreibung und seinen lebendigen Farbsinn einzufangen.