Glossar
Stippling
Schattierung, die vollständig aus Clustern einzelner Punkte aufgebaut ist, auch bekannt als Dotwork
Stippling ist eine Tätowiertechnik, auch Dotwork genannt, bei der Schattierung und Ton vollständig aus unzähligen einzelnen Punkten statt aus durchgezogenen Strichen oder massiven Füllungen entstehen. Der Künstler setzt jeden Punkt bewusst und variiert Größe und Abstand, sodass dicht gehäufte Punkte als dunkle Bereiche und spärlich verstreute Punkte als helle gelesen werden, wobei Verläufe durch Dichte statt durch Tintenverdünnung entstehen. Stippling lässt sich mit einer einzelnen Nadel für feines Detail oder mit kleinen Round-Gruppierungen für schnellere Deckung ausführen, und die Arbeit ist oft langsam und methodisch, da Ton Punkt für Punkt zusammengesetzt wird. Das visuelle Ergebnis ist ein unverwechselbares texturiertes, körniges Erscheinungsbild, das sich für geometrische, heilige-Geometrie-, Mandala- und Blackwork-Stile eignet, ebenso wie für den geätzten Look, der an alte Stiche erinnert. Künstler wählen Stippling, wenn sie kontrollierte, feingliedrige Schattierung mit handgemachter, illustrativer Qualität wollen. Für einen Kunden kann das wiederholte Nadelstich-Gefühl scharf sein und die Sitzungen können lang werden, doch gestippelte Arbeit altert meist gut, da der Abstand zwischen den Punkten hilft, die Definition beim Abklingen des Tattoos zu bewahren. Da die Technik auf präziser Punktplatzierung beruht, sind Konsistenz und Geduld des Künstlers für ein sauberes fertiges Stück wesentlich.